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Weitere pädagogische Ansätze  


Die Erkenntnis und Annahme von Emmi Pikler, dass jedes Kind sein eigenes Zeitmaß der Entwicklung hat und seine Individualität, Autonomie und Persönlichkeit dann entfalten kann, wenn es sich möglichst selbstständig entwickeln darf, beschreibt auch das Menschenbild der PädagogInnen der Kindertagesbetreuung Panama und stellt eine Grundlage für unsere Arbeit mit den Kindern und den Eltern dar (vgl. www.pikler.de).

Die drei Aspekte der Pikler-Pädagogik sind:
  • autonome Bewegungsentwicklung
  • freies Spiel
  • beziehungsvolle Pflege und Kommunikation

Die Sprache ist stets Begleiterin. Wir sind gewillt die Kinder sprachlich in ihrem und unserem Tun zu begleiten. Konkret bedeutet dies, dass wir bei einer Aufgabe, wie das Wickeln beispielsweise, unsere Handlungen sprachlich begleiten („ich mache die Windel auf, nun rolle ich sie zusammen“) und auch die Erkenntnisse, die wir aufgrund der Mimik und der Gestik des Kindes gewinnen, benennen wir („oh du lächelst, gefällt es dir,… “). Diese sprachliche Begleitung gibt einerseits dem Kind Sicherheit und Ruhe, andererseits kann das Kind so seine Sprache im sanften Dialog erlernen und stärken.

Diese Sichtweise ermöglicht uns, die Kinder beispielsweise beim Erlernen des Anziehens, Trinkens, des Essens, des „aufs Klo gehen“, des Streitens etc. individuell zu begleiten. Durch das Einfühlen und Beobachten, das uns erst erkennen lässt, wo das Kind wohl steht bzw. welche Entwicklungsschritte für das Kind gerade Thema sind, können wir individuelle Hilfestellungen zum selbstständigen Üben und Erlernen geben.

Kommunikation und Sozialverhalten entstehen im Dialog mit den Erwachsenen, wenn die kindlichen Signale verstanden und sinnvoll erwidert werden. Damit selbständiges Lernen möglich wird, müssen die Erwachsenen eine Umgebung gestalten, die den momentanen Bedürfnissen und Bestrebungen des Kindes entspricht.

Um diese Kommunikation zusätzlich gezielt fördern zu können, wurde im Panama die Arbeit mit dem Beobachtungsbogen entwickelt, der ohne Bewertungen und Stigmatisierung das Kind in seinem momentanen Entwicklungsstand erfassen soll. Durch die Einführung dieses Beobachtungsbogens entstand das System einer/eines Primärbetreuers/in. Diese/r bearbeitet nicht nur den Beobachtungsbogen, sondern lässt vielmehr ein gezieltes Auge und eine spezielle Fürsorge diesem Kind und seinen Eltern zukommen.
Anhand dieser intensive Betreuung und Zusammenarbeit wird die Beziehung gefestigt und bildet eine solide Grundlage für ein offenes und förderliches Elterngespräch.

Die Schwerpunkte der Montessori-Pädagogik sind, Kinder in ihrer Persönlichkeit zu respektieren, ihnen achtsam zu begegnen und sie auf ihrem Entwicklungsweg liebevoll und hilfsbereit zu begleiten. Dadurch können die Kinder ihre eigenen persönlichen Interessen und Bedürfnisse spüren, wahrnehmen und entwickeln und diesen nachgehen. In der Kindertagesbetreuung Panama werden die Kinder ermutigt und gefördert, ihre eigenen Bedürfnisse und Interessen zu formulieren und ihren Ausgleich zu finden. Dadurch geben wir den Kindern Freiräume, sich selbst zu verwirklichen, es selbst zu tun und fördern gleichzeitig ihre Selbständigkeit.