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Didaktisches Prinzip


Das didaktische Prinzip, das auch im Bildungs- und Erziehungsplan des Landes Vorarlberg beschrieben wird, setzt auf die Verbindung des Spiels mit der Sprache. „Durch das Spiel soll die Grundlage für die spätere Lern- und Arbeitshaltung geschaffen und dem Kind die Möglichkeit gegeben werden, seine Wünsche zu erfüllen, Ängste zu bearbeiten und den seelischen Ausgleich zu gewinnen“ (vgl. § 2 Verordnung der Vorarlberger Landesregierung über die pädagogische Kinderarbeit).

Dieses Prinzip hat die Kindertagesbetreuung Panama nie aus den Augen verloren. Wir legen großen Wert auf das freie Spielen der Kinder, da dies die Gesamtpersönlichkeit und Individualität sowie die sozialen, emotionalen, sprachlichen, kreativen, körperlichen und geistigen Fähigkeiten der Kinder fördert. Durch das freie Spielen setzt sich das Kind mit seiner Umwelt auseinander, verarbeitet viele Informationen und lernt soziale Rollen und Funktionen kennen.

Einführung und Einhaltung von Ritualen

In unserer pädagogischen Arbeit mit den Kindern haben wir die Wichtigkeit von Ritualen im Alltag erkannt. Rituale spielen in den verschiedensten Gesellschaftsschichten und Kulturen eine bedeutsame Rolle. Das Bemerkenswerte an Ritualen ist ihre Vielseitigkeit. Sie stärken die Identität des Menschen, geben Sicherheit, strukturieren das Leben und den Tagesablauf. Die Rituale sind wichtig für den Einzelnen, für die Gruppe und vor allem für eine Gesellschaft. Selbstverständliches wie die Begrüßung oder Morgenkreis, Abschluss etc. sind letztendlich nichts anderes als Rituale, welche das Zusammenleben erleichtern und strukturieren.

Auch bei den Kindern unterstützen Rituale die gesunde Entwicklung beachtlich. Sie fördern die Selbstständigkeit, schulen das Denkvermögen und den Ordnungssinn, helfen Krisen zu bewältigen und sich an bestimmten Werten zu orientieren, sie vermitteln Vertrauen und Sicherheit. Darüber hinaus helfen Rituale einem Kind, sich seiner Identität bewusst zu werden. Rituale haben also eine sehr breite Funktionalität und es hilft jedem Menschen diese in seinem Leben einzubauen sowie zu nutzen.

Der Morgenkreis

Ein ansprechend gestaltetes Zusammenkommen am Morgen bietet den Kindern die Möglichkeit, den Übergang und Start zum Tag in der Kindertagesbetreuung auch als solchen wahrzunehmen. Durch die Miteinbeziehung haben sie zudem das Gefühl, ernst genommen zu werden. Nebenbei wird ihr Sozialverhalten untereinander trainiert und das Wir-Gefühl gestärkt. Darüber hinaus wird ihre Sinneswahrnehmung geschult, Phantasie und Kreativität werden angeregt und auch der sprachliche Ausdruck und die Musikalität werden gefördert.

Folgende Punkte sind uns wichtig:
  • Der Morgenkreis soll die Kinder verzaubern, sie in eine Welt der Faszination entführen, in der sie im Wechsel Spannung und Entspannung erleben.
  • Die Teilnahme am Morgenkreis ist für alle Kinder freiwillig!
  • Stärkung der eigenen Identität
  • Das Zusammengehörigkeitsgefühl  sowie das WIR-Gefühl wird erlebt und gestärkt
  • Die Dauer sowie der Inhalt des Angebotes wird dem Alter und den Möglichkeiten der Kinder angepasst
  • Die Kinder wählen die Thematik des Morgenkreises. Sie sind gleichsam mit dem/r PädagogIn die Akteure, gemeinsames Erleben steht im Vordergrund
  • Alle Materialien, die im Morgenkreis eingesetzt werden, müssen greifbar und anschaulich sein